Eine gute aber recht teure Windjacke mit hervorragender Atmungsaktivität und kleinem Packmaß, allerdings kleinen Verarbeitungsmängeln.
VORTEILE
- Kleines Packmaß
- Hohe Atmungsaktivität
- Athletischer Schnitt
- Einstellbare Kapuze
NACHTEILE
- Fehlende Hüfttaschen
- Wenig Wasserabweisend
- Ärmelbündchen reißen schnell
- Gewöhnungsbedürftiges Design
BEWERTUNG
Teaser
Die Adidas Terrex Kollektion kennzeichnet die High-End Produkte im Rahmen der Outdoorprodukte der Herzogenauracher. Die Terrex Agravic Wind Jacket soll besonders leicht und atmungsaktiv vor Wind und leichtem Regen schützen. Die Agravic Kollektion soll besonders durch ein geringes Packmaß kombiniert mit äußerst geringem Gewicht für den Outdoorsportler interessant sein.
Ich hatte sowohl im Alltag auf dem Fahrrad, als auch während einer zweiwöchigen Rucksacktour in Norwegen die Möglichkeit die Jacke ausgiebig zu testen.
Praxis
Beim ersten Auspacken macht die Jacke leider einen eher billigen Eindruck. Das Climastorm Material von adidas ist äußerst dünn, aber nicht unangenehm zu tragen. Das Camouflage Muster, welches adidas seit der Neuauflage für Terrex-Bekleidung benutzt, wird oft als etwas retro beschrieben, mir gefällt es allerdings.
Neben dem auffälligen Design ist die Jacke nahezu clean. Lediglich die kleine Brusttasche ist im Frontbereich zu sehen. Die Formotion-Nähte an den Armen sowie das Terrex Logo bieten kleine Applikationen (soweit das bei diesem Muster möglich ist). Ärmel- und Kapuzenabschluss sind im gleichen orange gehalten und schließen sauber ab, um so zu verhindern, dass Zugluft ins Innere gelangt. Positiv: Sowohl beide Reißverschlüsse, als auch der Saum am Kinn sind mit Zippergaragen und etwas größeren Plastikzippern ausgestattet, damit diese auch noch mit Handschuhen bedient werden können.
Beim ersten Tragen konnte ich mir allerdings wirklich nicht vorstellen, dass die Jacke atmungsaktiv sein soll, da sie sich mehr anfühlt wie eine Plastiktüte, denn wie ein High-Tech Outdoorprodukt
Im Einsatz dagegen hat man tatsächlich gemerkt, dass das Climastorm Material absolut winddicht ist und auch kleine Regenschauer abhält. Besonders praktisch hat sich im Einsatz die Regulierbarkeit der Kapuze erwiesen, da man so die Weite seinem Sichtfeld entsprechend anpassen kann. Der Schnitt ist am Rücken etwas länger, was auch verhindert, dass die Jacke z.B. bei Klettersteigen zu hoch rutscht und die Nierengegend freilegt.
Natürlich ist die Jacke nur leicht wasserabweisend. Besonders mit schweren Rucksäcken geht sie noch schneller in die Knie. Man sollte Sie also eher in der kurzen Pause nutzen und diese sich überwerfen, um nicht auszukühlen.
Bei der Verarbeitung gab es anfangs keine Mängel festzustellen. So konnten bei mehrmaligem Kontakt mit Fels und Wald keine sichtbaren Schäden festgestellt werden. Auch durch die ständige Reibung des Rucksacks im Schulter und Hüftbereich wurde das Material nicht abgerieben oder gar beschädigt. Ein absolutes No-Go gab es dennoch: Bei Kontakt von einem Armbündchen mit einem Klettverschluss, hat der Klettverschluss das Bündchen fast komplett aufgerissen. Das darf meiner Meinung nach bei einem ausgewiesenen Outdoorprodukt absolut nicht passieren. Abgesehen davon, dass der Sportler ja diverse Klettverschlüsse nutzt (Handschuhe, Stirnband, Zelte usw.) könnte das ja auch einfach bei Kontakt mit einer Pflanze (Klette o.ä.) zu einem ähnlichen Ergebnis führen. Die Jacke wurde danach auch anstandslos zurückgenommen
Fazit
Die Adidas Agravic Windjacke ist eine gute und leichte Windjacke, die besonders durch Ihr geringes Packmaß und Atmungsaktivität punktet. Die geringe Wasserdichtigkeit gepaart mit keinerlei Wärmeleistung macht Sie allerdings nur spezifisch bei Pausen und als Windjacke bei Radtouren nutzbar.

